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Strommasten als Auslaufmodell

Anfang Oktober erschien in der Neuen Zürcher Zeitung ein interessanter Artikel. Demzufolge kommen die Stromverteiler zunehmend unter Druck, Stromleitungen in den Boden zu verlegen. Bei einem ganz konkreten Projekt in der Schweiz wurden nur die 1,7fachen Kosten zu einer Freileitung errechnet. Die Stromwirtschaft konterte bisher jeweils mit der Aussage, im Boden verlegte Leitungen seien bis zu 15-mal teurer. Der Duisburger Experte für Energietransport Professor Heinrich Brakelmann stellte auch ganz klar fest, dass bei Erdverlegung die Übertragungsverluste und Störanfälligkeit viel kleiner ist. Auch Wind, Eis und umstürzende Bäume könnten dort den Leitungen nichts anhaben. Auf lange Sicht verbessere das alles die Wirtschaftlichkeit von Kabelanlagen klar. Brakelmann zählt weitere Vorteile auf: Die Landschaft werde nicht durch 86m hohe Masten verschandelt, und das für Anwohner störende Rauschen und die elektrische Strahlung fielen weg. Neue Zürcher Zeitung vom 10.10.2010

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