Energie-Plattform-Austria

für eine nachhaltige regionale Energiepolitik

Pressegespräch der BI´s vor Inbetriebnahme

Eine Stunde vor der offiziellen Inbetriebnahme der 380kV-Leitung luden die Bürgerinitiativen Vertreter der Medien zu einem Pressegespräch. Dieses Treffen war gleichzeitig als Lokalaugenschein geplant, traf man sich doch bei Familie Menapace in St. Margarethen/R. Die Leitung geht ca. 90 m am Haus der Familie vorbei. Seit über zwei Monaten ist diese Leitung in Betrieb und die Anrainer leiden an der Lärmentwicklung – speziell bei feuchtem Wetter.

“Für die Tierwelt wurden alle erdenklichen Maßnahmen für den Schutz gegen diese Leitung getroffen, sogar der Leitungsverlauf wurde wegen des Schwarzstorches geändert, aber dass wir Menschen vor den negativen gesundheitlichen Auswirkungen, die von dieser Leitung ausgehen könnten, nicht geschützt werden, das ist dem Versagen unserer Politiker zuzuschreiben.” so die Aussage der betroffenen Anrainer.

Eine Stunde später fand in Wünschendorf bei Gleisdorf der Eröffnungsfestakt der 380kV-Leitung statt. Wer fehlte waren die Steirer selbst: Weder die hohe Politik noch die Bevölkerung nahmen Anteil an der Feier.

Auch wenn die Manager des Verbundes und die Politiker immer wieder betonen wie wichtig diese Leitung für die Stromversorgung der Oststeiermark und des Grazer Raumes ist, schauen die Tatsachen anders aus. Diese Leitung wird vor allem für den Stromtransit vom Osten in den Süden  benötigt und auch das bereits bewilligte überdimensionierte Gaskraftwerk Mellach würde ganz schön alt aussehen ohne diese 380kV-Leitung. Es geht bei weitem nicht mehr um die Versorgungssicherheit Österreichs (es wird bei einem stark rückläufigem Stromverbrauch viel zu viel Strom produziert und große industrielle Stromverbraucher werden sogar dafür bezahlt, wenn sie Strom während der Nacht verbrauchen – nachzulesen im STANDARD, Ausgabe vom 6. Mai 2009 auf Seite 18) sondern Österreich soll zur Stromdrehscheibe Europas werden.

vertreter der Bürgerinitiativen und Anrainer im Gespräch mit Medienvertretern

vertreter der Bürgerinitiativen und Anrainer im Gespräch mit Medienvertretern

Kommentare sind geschlossen.